eWerx.com/news im Oktober 2004 | Diese monatliche Übersicht können Sie selbstverständlich auch als Newsletter abonnieren. Schicken Sie eine leere eMail an: News.Abo@eWerx.com und bestätigen Sie Ihr Abonnement.
GMBlogs.com scheint ein Weblogangebot des bekannten Autoherstellers zu sein oder genauer: zu werden. Am 25. Oktober wurde jedenfalls das GM Smallblock Engine Blog gestartet. Autoblog.com mutmaßt:
"What is GM Blogs you ask? I have no clue. If you go to GMblogs.com only a logo appears with no links, no nothing. Obviously this has to be a GM product or these folks would be sued faster than me saying yes to an order of Buffalo wings. The site is registered to Detroit PR firm Hass MS&L. If GM is entering blogdom it would be huge news."
Und tatsächlich: Sollte GM eine breitere Weblogfarm starten, wäre das Thema Weblogs endgültig auch in der Industrie angekommen, die sich bisher noch stark zurückgehalten und IKT-Firmen wie IBM, Microsoft und SUN den Vortritt gelassen hat. GM könnte damit zu einem Zugpferd werden, wie Microsoft zuvor.
27/10/2004 [#] Marketing | Weblogs
[DR] Mary Meeker von Morgan Stanley hat einen umfangreichen Report [PDF] zu Weblogs, vor allem aber: Webfeeds ins Netz gestellt und sieht neben Geschäftsmöglichkeiten Yahoo als ersten Gewinner.
"Getting news / information when you want it is getting easier and easier. Three factors are combining to drive online momentum: 1. rising usage of RSS [Really Simple Syndication] by content providers as a standard distribution platform for online content; 2. ramp in creation of blogs and other user-generated content and 3. Yahoo!'s easy-to-use integration of RSS feeds with My Yahoo!"
27/10/2004 [#] IT | Marketing | Media | Weblogs
Das Center for the Digital Future hat mit seinem 4. Internet Report für 2004 [PDF] die 1o wichtigsten Trends und Fakten herausgearbeitet, wie das Internet in einer Dekade die USA nachhaltig verändert hat und weiter verändern wird.
"At the time of the Information Superhighway Summit in January 1994, about two million computers - used primarily by academics, scientists, and corporate researchers - were connected to the Internet. That number would increase to 7o million by the time the Digital Future Project was created in 2000. Now, the Internet is used by about three-quarters of Americans, and online technology is a constant presence in two-thirds of American homes."
Während in Deutschland gerade einmal etwas mehr als jeder Zweite Zugang zum Internet hat, ist in den USA nicht einmal mehr jeder Vierte offline. Deutschland liegt damit sowohl im Hinblick auf den Zugang als auch die Nutzungsintensität fast 4 Jahre zurück. Ein kleiner Blick in die Zukunft kann daher sicherlich nicht schaden.
27/10/2004 [#] Marketing | Werbung
[eMarketer] DoubleClick hat in seiner 5. jährlichen eMail-Studie [PDF] eine hohe Akzeptanz von eMails als Werbemittel festgestellt, wenn und soweit beispielsweise Newsletter zuvor aktiv abonniert wurden. Dies sogar, obwohl 62 Prozent der heute durchschnittlich 308 pro Woche empfangenen eMails nichts anderes als Spam sind, also eMails, die gerade nicht angefordert wurden. Nur noch 8 Prozent der zumindest auch werblich orientierten eMails wurden mit Zustimmung verschickt [2002: 12 Prozent, 2003: 9 Prozent]. Dabei sind 52 Prozent der Befragten sogar an Angeboten via eMail interessiert, soweit diese etwa in einem konkreten Zusammenhang zu vorherigen Käufen stehen und sie ihre Zustimmung zum Empfang erteilt haben, 32 Prozent der Befragten wurden bereits unmittelbar durch eMails zum Kauf animiert [2003: 28 Prozent] und 3o Prozent haben sich weitergeklickt, um zusätzliche Informationen abzurufen.
Ganz offensichtlich besteht im Hinblick auf Newsletter und Werbemails ein massives Missverständnis auf Seiten der Unternehmen: Statt auf Masse zu setzen, sollte lieber mit Zustimmung der Verbraucher am eigenen Service gearbeitet werden, um Umsätze statt schlechter Laune zu erzielen.
26/10/2004 [#] Media | PR | Weblogs
William Raspberry beklagt in der Washington Post das Verschwinden des Gatekeepers speziell im Bereich politischer Medien. Genauer geht es natürlich um eine schlichte Machtfrage: Wer entscheidet darüber, was Aufmerksamkeit verdient oder eben nicht. War es bisher die überregionale Presse samt überregionalem Rundfunk, lässt sich ein Verantwortlicher heute nur noch schwer ausmachen:
"The explosion of the Internet leaves us, in effect, with no gatekeeper. Sometimes important information gains currency that way. The problem is that anyone with Web access can run any cockamamie story up the flagpole - and if enough people salute, prompt the mainstream press to deploy its resources."
Google hat heute die erste Betaversion seiner Desktopsuche für Windows [XP und 2000] verfügbar gemacht und geht damit auf direkten Konfrontationskurs zu Microsoft:
"'This gives Google a huge first-mover advantage in desktop search,' said Charlene Li, principal search analyst for Forrester Research ... She predicted the tool would be especially popular with heavy computer users, who store many files on their machines and need help sifting through them." [Washington Post]
Allerdings stellen sich mit dieser Entwicklung auch ganz neue und mehrschichtige Fragen zum Thema Datenschutz.
11/10/2004 [#] Marketing | Media | Werbung
[PR Blogger] Werbung, egal in welchem Medium, war und ist immer der Frage nach Ihrer Wirkung ausgesetzt: zu recht. Gerade Onlinewerbung, eine der jüngsten Formen, wird seit 1o Jahren in besonderem Maße hinterfragt. Tatsächlich sind es allerdings häufig veraltete Zahlen und Erkenntnisse, die auch heute noch diskutiert werden:
Fakt ist, dass mehr als die Hälfte der Deutschen online ist und das Internet besonders häufig zur Produktinformation auf dem Weg zur Transaktion nutzt. Fakt ist, dass in den letzten Jahren eine Vielzahl von heute global bekannten Unternehmen ihre Marken zunächst oder bis heute ausschließlich via Onlinewerbung aufgebaut haben. Fakt ist, dass heute signifikante Werbeausgaben im Onlinebereich vorgenommen werden und ein weiterhin starkes Wachstum prognostiziert wird.
Eine umfangreiche Studie von 2oo Onlinekampagnen durch die eiaa [European Interactive Advertising Association] belegt erneut den Einfluss von Onlinewerbung auf das Markenbild. Durchschnittlich werden danach alle zentralen Brandingparameter erheblich verbessert: Markenerinnerung [+ 5,4 Prozent], Werbeerinnerung [+ 45,3 Prozent], Zuordnung der Werbebotschaft [+ 21,6 Prozent], positive Einstellung zur Marke [+ 5,6 Prozent], Kaufabsicht [+ 4,9 Prozent]
08/10/2004 [#] Media | PR | Weblogs
[hr-online.de] Führt Aktualitätsdruck zu Qualitätsverlust? Leider trifft dies genauso wie bei anderen Medien zu, so ein wichtiges Resümee des 1. Frankfurter Tages des Onlinejournalismus:
"Frank Patalong räumte ein, dass selbst bei 'Spiegel Online' fast 8o Prozent der Meldungen auf Agenturmaterial beruhten und nur 2o Prozent auf Eigenrecherche zurückzuführen seien. 'Haben wir nicht ein generelles Qualitätsproblem bei allen Medien?', so seine abschließende Frage."
07/10/2004 [#] IT | Marketing | Weblogs | Werbung
Werbung: ein beliebtes Dauerthema rund um Webfeeds. Laut The Nanopublishing Weblog hat Dan Rosensweig, COO von Yahoo, auf der Web 2.0 angekündigt, dass Overture zukünftig kontextuelle Werbung in Webfeeds unterstützen wird. Damit dürfte sich zumindest die technische Diskussion wohl vorerst erledigt haben. Und in Anbetracht der vielen Werbung auf den Seiten der meisten Weblogs und Newsanbieter ist von einer schnellen Integration von Werbung in Webfeeds auszugehen.
06/10/2004 [#] Marketing | Media | Werbung
[ClickZ] Eigentlich ist "cross-channel shopping", also die Nutzung mehrerer möglicher Kanäle auf dem Weg zur Transaktion, nun wirklich keine Neuigkeit mehr, aber Forrester Research liefert interessante neue Zahlen zum Thema. Die wichtigste: In 2004 sind 65 Prozent aller Onlinekonsumenten "cross-channel shopper". Die zweite: 47 Prozent dieser Spezies haben im Geschäft USD 154,-- mehr für zusätzliche Produkte ausgegeben.
"This stat shows how important customer retention across channels is. If retailers fail to do so, they not only lose the sale of the product researched online, but also the sale of these incremental goods. Right now, we see consumers switching retailers half the time when they switch channels, hardly an encouraging sign." [Charles P. Wilson quantitative associate at Forrester Research]
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