Medien sind die Ursuppe für Aufmerksamkeit und damit für Werbung, Marketing und Public Relations. Von der Schrift über Buchdruck, Radio und Fernsehen bis zum Internet war es ein langer und relativ mühsamer Weg, bei dem neue Technologien seit Jahrhunderten eine primäre Triebkraft darstellten. Die mit der Digitalisierung einhergehenden, stark verkürzten Innovationszyklen stellen die zentralen Herausforderungen der Zukunft dar. ... Zum Themenbereich Media° finden sich in dieser Rubrik [Feed] die jeweils aktuellsten unter eWerx.com veröffentlichten: News und Essays
25/06/2005 [#] IT | Media | Weblogs
[RSS] Jetzt ist es offiziell: Wie Microsoft gestern ankündigte [siehe MSDN-Video], werden in der nächsten Windowsversion [Longhorn] verschiedenste Bestandteile zur Verwaltung und Nutzung von RSS applikationsübergreifend integriert werden. Microsoft sieht Abonnements von Webfeeds richtigerweise als den 3. wesentlichen Zugang zu Informationen im Internet neben dem bekannten Browsen und Suchen. Was Newsletter im Bereich Broadcasting nur sehr bedingt, weil zeitverzögert, leisten können, leistet RSS einerseits synchron und andererseits nicht nur für Texte und Bilder sondern auch für Audio und Video. Gates hatte den Trend bereits vor einem Jahr auf dem Microsoft CEO Summit 2004 aufgegriffen und mit MSN Spaces im Hinblick auf die Blogosphäre aktiv unterstützt. Die Integration in Windows dürfte zu einem weiteren, signifikanten Schub für Webfeeds als Distributionsform für Onlineinhalte führen.
25/02/2005 [#] Media | Werbung
Die European Interactive Advertising Association [eiaa], der europäische Branchenverband der Onlinevermarkter, rechnet innerhalb der nächsten vier Jahre mit einer Verdreifachung der Ausgaben für Onlinewerbung in Europa. Bis Ende 2008 werden sieben Prozent des gesamten Werbebudgets für den Onlinebereich verwendet. Die eiaa erstellte diese Prognose anhand von Daten und Untersuchungen ihrer Mitglieder sowie ihrer umfassenden Kenntnisse des europäischen Marktes und der lokalen Märkte. Zusammen erreichen die Netzwerke der eiaa-Mitglieder mehr als 8o Prozent der europäischen Internetnutzer.
19/02/2005 [#] Media | Weblogs | Werbung
Oder: 41o Millionen US-Dollar für fast 5oo Weblogs. Die New York Times Company, der neben der New York Times auch der Bosten Globe und mehr als 4o weitere Websites gehören, erweitert mit dem Kauf von About.com ihr Portfolio im Internet um eine Vielzahl spezifischer Themenportale samt entsprechender Reichweite für das eigene Geschäft mit Onlinewerbung, insbesondere Bannerwerbung und Kleinanzeigen: About.com erreicht monatlich 22 Millionen Nutzer mit Portalen rund um Kunst, Wirtschaft, Garten, Sport und vielem anderen mehr. Die Kosten für jeden einzelnen Nutzer betragen 18,64 US-Dollar. Zusammen mit den 13 Millionen Nutzern der NYT erreicht The Times Co. damit nach den Messungen von Nielsen/Net Ratings in den USA mindestens Platz 12. Geboten hatten neben der NYT auch AOL, Google und Yahoo.
[Bitkom] Nach den Ergebnissen der aktuellen Bitkom-Studie Daten zur Informationsgesellschaft [PDF] liegt Deutschland bei der Hightech-Ausstattung im internationalen Vergleich in einigen zentralen Feldern zurück: Nur 17 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen über einen schnellen Internetzugang. Damit liegt Deutschland sogar noch unter dem Durchschnitt in Westeuropa. In den USA liegt die entsprechende Rate bei 35 Prozent und in Japan sogar bei 44 Prozent. Die Folge: Neue Geschäftsmodelle verbreiten sich in Deutschland langsamer als anderswo. Siehe auch: Amerika ist online, ein kleiner Blick in die Zukunft
19/02/2005 [#] Marketing | Media | Werbung
[BVDW] Die Onlinewerbung ist im zweiten Halbjahr 2004 um 21 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Brutto-Werbestatistik der Nielsen Media Research. Demnach verweisen die Online-Werbeformen im zweiten Halbjahr die klassischen Medien [TV, Radio, Zeitungen, Zeitschriften und Plakate] auf die Plätze. Sie konnten im zweiten Halbjahr 2004 durchschnittlich nur um sechs Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr zulegen. "Die Onlinemedien sind der einzige Werbeträger, der seit 2001 jedes Jahr das Vorjahresergebnis toppen konnte" freut sich der Vorsitzende des Online-Vermarkterkreises [OVK] im Bundesverband Digitale Wirtschaft [BVDW] e.V. Christian Muche [Yahoo Deutschland GmbH] über die kontinuierliche Steigerung seit dem Beginn der Erfassung durch Nielsen Media Research.
12/12/2004 [#] Marketing | Media | Weblogs
Es ist gar nicht so lange her, dass Steve Rubel die Frage aufwarf, ob sich Bill Gates auf dem Kriegspfad befinde, um die Blogosphäre zu erobern. Gerade erst vor einem halben Jahr erteilte Gates seinen Mitarbeitern Absolution, Weblogs auch zu innerbetrieblichen Themen zu nutzen. Viel mehr noch wurden bei Microsoft auch die entsprechenden Strukturen geschaffen, diese Möglichkeit einfach wahrzunehmen. Mit MSN Spaces dürfte nun die letzte Konsequenz aus dieser Entwicklung gezogen worden sein: "Share your world" mit dem eignen Space, also Blog von Microsoft. Wie Rubel richtigerweise vermutete, dürften Google [Blogger.com], AOL [Journals] und andere Anbieter über diese Entwicklung nicht besonders glücklich sein.
08/12/2004 [#] IT | Marketing | Media
... lautet das spannendste Ergebnis einer aktuellen Studie [PDF] des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft [BVDW] e.V. Der Break-Even wird durchschnittlich nach 3,1 Jahren erreicht. Allerdings: Nur 14 Prozent der erreichbaren .de-Domains sind überhaupt potentiell umsatzgenerierend [Onlineshops, Werbeträger]. Die große Mehrheit auch der kommerziellen Websites beschränkt sich zum Beispiel auf reine Firmenpräsentationen.
22/11/2004 [#] Marketing | Media | Werbung
Klingt unrealistisch? Richtig! Denn noch macht Onlinewerbung am Gesamtbudget der meisten Unternehmen erst knapp über 3 Prozent aus und die Schätzungen für 2005 liegen bei 4 bis 5 Prozent. Aber: Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel SonyEricsson, wo bereits heute rund 3o Prozent des globalen Marketingetats in Onlinewerbung investiert werden. Andrew Warner, neuer Global Brand Director von SonyEricsson und früher Marketingleiter von bbc.co.uk, brachte es in einer Rede am Institute of Practitioners in Advertising's [IPA] auf den Punkt:
"People who say online advertising doesn't build brands are talking absolute rubbish. ... We have to stop presenting online as a cheap, second-tier medium."
Den Preisfaktor unterstrich Rory Sutherland, Creative Director von OgilvyOne Worldwide:
"We have to become more expensive - that way we'll get more attention. It's crazy, but true. ... Individual media are allocated scientifically, but disciplines are not. That is usually done on a whim." [Adverblog, Intellagencia]
22/11/2004 [#] Media | Weblogs
ClickZ liefert einen schönen Überblick der verschiedenen Zählungen und Mutmaßungen über die statistische Dimension der Blogosphäre. Die letztendlich wichtigste Erkenntnis: Das Wachstum ist enorm, die Kontinuität hingegen eher schwach ausgeprägt. Ganz offensichtlich übersteigt allerdings das Wachstum bei weitem das Verschwinden oder Ruhen älterer Weblogs. Konsequenzen für die weitere Entwicklung der Blogosphäre lassen sich daraus allerdings kaum ableiten: Noch befindet sich das "Phänomen" Weblogs, respektive Personal Web Publishing, schlicht in seiner Kinderstube. ... Und dort darf ja bekanntlich ausgiebig gespielt werden.
Immer noch wird das Internet häufig als Werkzeug und weniger als originäres Medium angesehen. Doch die stärkere Nutzung über Breitbandzugänge stellt Inhalte, von Filmen über Musik bis hin zu Nachrichten, in den Mittelpunkt: 40,2 Prozent der Nutzungszeit entfallen laut Nielsen//NetRatings bereits heute auf den Abruf von Inhalten. Dieser Bereich des Netzes führt damit deutlich vor Suchmaschinen, eCommerce und Kommunikation. Das Internet wird zur primären Informationsquelle, Nachrichtenquelle aber auch zum Unterhaltungsmedium. Nielsen bestätigt damit die kürzlich veröffentlichen Ergebnisse des Center for the Digital Future, wo ebenfalls der Breitbandzugang als wichtigster Motor für das 'Internets als Medium' hervorgehoben wurde.
Nicht nur in den USA verliert das Fernsehen bei der Mediennutzung Zeit an das Internet: auch in Europa nutzt mehr als ein Drittel der Onliner das Fernsehen seltener. Laut einer aktuellen Studie der EIAA macht die Internetnutzung mittlerweile 2o Prozent, also ein Fünftel der gesamten Mediennutzungszeit aus. Damit liegt es auf dritter Stelle hinter Radio [3o Prozent] und Fernsehen [33 Prozent] und deutlich vor Magazinen [8 Prozent] und Zeitungen [11 Prozent], insgesamt also erstmals vor dem Printsektor allgemein. Dabei sind 42 Prozent der europäischen Onliner mittlerweile täglich im Netz und jeder Zehnte surft bereits 25 Stunden pro Woche. Das Image des Internets als Informationskanal könnte dabei kaum besser sein: Es gilt als das zeiteffizienteste Medium, das permanenten Zugang zu Informationen ermöglicht.
27/10/2004 [#] IT | Marketing | Media | Weblogs
Das Center for the Digital Future hat mit seinem 4. Internet Report für 2004 [PDF] die 1o wichtigsten Trends und Fakten herausgearbeitet, wie das Internet in einer Dekade die USA nachhaltig verändert hat und weiter verändern wird.
"At the time of the Information Superhighway Summit in January 1994, about two million computers - used primarily by academics, scientists, and corporate researchers - were connected to the Internet. That number would increase to 7o million by the time the Digital Future Project was created in 2000. Now, the Internet is used by about three-quarters of Americans, and online technology is a constant presence in two-thirds of American homes."
Während in Deutschland gerade einmal etwas mehr als jeder Zweite Zugang zum Internet hat, ist in den USA nicht einmal mehr jeder Vierte offline. Deutschland liegt damit sowohl im Hinblick auf den Zugang als auch die Nutzungsintensität fast 4 Jahre zurück. Ein kleiner Blick in die Zukunft kann daher sicherlich nicht schaden.
26/10/2004 [#] Media | PR | Weblogs
William Raspberry beklagt in der Washington Post das Verschwinden des Gatekeepers speziell im Bereich politischer Medien. Genauer geht es natürlich um eine schlichte Machtfrage: Wer entscheidet darüber, was Aufmerksamkeit verdient oder eben nicht. War es bisher die überregionale Presse samt überregionalem Rundfunk, lässt sich ein Verantwortlicher heute nur noch schwer ausmachen:
"The explosion of the Internet leaves us, in effect, with no gatekeeper. Sometimes important information gains currency that way. The problem is that anyone with Web access can run any cockamamie story up the flagpole - and if enough people salute, prompt the mainstream press to deploy its resources."
11/10/2004 [#] Marketing | Media | Werbung
[PR Blogger] Werbung, egal in welchem Medium, war und ist immer der Frage nach Ihrer Wirkung ausgesetzt: zu recht. Gerade Onlinewerbung, eine der jüngsten Formen, wird seit 1o Jahren in besonderem Maße hinterfragt. Tatsächlich sind es allerdings häufig veraltete Zahlen und Erkenntnisse, die auch heute noch diskutiert werden:
Fakt ist, dass mehr als die Hälfte der Deutschen online ist und das Internet besonders häufig zur Produktinformation auf dem Weg zur Transaktion nutzt. Fakt ist, dass in den letzten Jahren eine Vielzahl von heute global bekannten Unternehmen ihre Marken zunächst oder bis heute ausschließlich via Onlinewerbung aufgebaut haben. Fakt ist, dass heute signifikante Werbeausgaben im Onlinebereich vorgenommen werden und ein weiterhin starkes Wachstum prognostiziert wird.
Eine umfangreiche Studie von 2oo Onlinekampagnen durch die eiaa [European Interactive Advertising Association] belegt erneut den Einfluss von Onlinewerbung auf das Markenbild. Durchschnittlich werden danach alle zentralen Brandingparameter erheblich verbessert: Markenerinnerung [+ 5,4 Prozent], Werbeerinnerung [+ 45,3 Prozent], Zuordnung der Werbebotschaft [+ 21,6 Prozent], positive Einstellung zur Marke [+ 5,6 Prozent], Kaufabsicht [+ 4,9 Prozent]
08/10/2004 [#] Media | PR | Weblogs
[hr-online.de] Führt Aktualitätsdruck zu Qualitätsverlust? Leider trifft dies genauso wie bei anderen Medien zu, so ein wichtiges Resümee des 1. Frankfurter Tages des Onlinejournalismus:
"Frank Patalong räumte ein, dass selbst bei 'Spiegel Online' fast 8o Prozent der Meldungen auf Agenturmaterial beruhten und nur 2o Prozent auf Eigenrecherche zurückzuführen seien. 'Haben wir nicht ein generelles Qualitätsproblem bei allen Medien?', so seine abschließende Frage."
13/01/2006 Relevanz von Suchmaschinen
09/01/2006 Blutsauger Suchmaschine?
16/11/2005 BizBlogs
23/10/2005 Rankings und das Corporate Blogging in Deutschland
21/07/2005 Gartentechnik.de mit über 3o Prozent mehr Reichweite
25/06/2005 Microsoft setzt auf RSS
25/02/2005 Verdreifachung des Online-Werbeetats in 3 Jahren
19/02/2005 Die New York Times kauft About.com
19/02/2005 Deutschland und die Informationsgesellschaft
19/02/2005 Onlinewerbung legt im 2. Halbjahr 2004 um 21 Prozent zu
12/12/2004 MSN Spaces: Microsoft mit eigenem Weblogservice
08/12/2004 89 Prozent Eigenvermarktung bei Onlinewerbung
08/12/2004 Jede 2. profitorientierte Website ist profitabel
01/12/2004 Bloglines.com spricht Deutsch
22/11/2004 3o Prozent des Marketingetats für Onlinewerbung
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